Über uns

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...est 2005 - wie alles begann:
 
 
Sommer 2001 - Im Garten der Schwiegermutter hing so viel Obst an Bäumen und Sträuchern, welches sie nicht erntete. Das konnte ich doch nicht kaputt gehen lassen. So kam es, dass ich mich mit der Thematik „Einmachen“ auseinandersetzte. Es begann mit dem Wälzen von Kochbüchern und ersten Experimentierversuchen in der Küche, schnell war eine neue Leidenschaft entdeckt. Die ersten Produkte waren Marmeladen ebenso wie Chutneys und eingelegte Früchte. Freunde, Familie, Nachbarn sammelten Gläser für mich und halfen beim Entwerfen und gestalten von Etiketten. Meine Produkte sollten auf dem Tisch doch schön aussehen.
Nach der Erntezeit war der Keller so voll, dass ich beschloss, die Leckereien auf einem Weihnachtsmarkt zu verkaufen. Für den eigenen Verzehr war es einfach zu viel. Zum ersten Mal habe ich dann meine verschiedenen Produkte auf dem Eltviller Weihnachtsmarkt angeboten. Was damals noch keiner wusste: Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein. Der Verkauf lief richtig gut, sodass ich mir für das nächste Jahr vornahm, die Produktpalette zu erweitern. Meine Liebe dafür war entdeckt, was ich mir zuvor nie hätte vorstellen können, kannte ich doch vom Frühstückstisch der Familie immer nur die „Gelee Brote“. Das Kuriose an der Sache: ich, die Marmeladenköchin, bin gar nicht so der Freund des süßen Frühstücks und bevorzuge viel lieber Herzhaftes. Aber zum „Nachtisch“, darf dann doch ein krosses Toastbrot mit etwas Süßem nicht fehlen.
Man muss wissen, dass ich von Kindesbeinen an mit Eingemachtem aller Art zu tun hatte, vielleicht wurde es mir auch einfach in die Wiege gelegt. Meine Eltern hatten unfassbar viele Obstbäume und einen Nebenerwerb als Winzer hatten wir früher auch. Bei meinem zweiten Weihnachtsmarkt versuchte ich mich mit aromatisierten Ölen, Gebäck und Likören und auch diese Spezialitäten fanden ihre Abnehmer. Sehr verblüfft war ich, als nach ganz bestimmten Produkten, wie z.B. Ingwer-Birnen, gefragt wurde. Die Kunden hatten diese im Vorjahr gekauft und wollten sie wieder haben! So kam es dann, dass ich in jedem Jahr zum 2. Advent einen Verkaufsstand mit den beliebtesten Leckereien auf dem Eltviller Weihnachtsmarkt hatte. Die erste Stammkundschaft war geschaffen!
Eine ganz liebe Naspa-Kollegin brachte mich dann im Juni 2005 auf die Idee ein kleines Geschäft zu eröffnen. Fleißig wurde geplant und vorbereitet, auch ein origineller Name musste her – den hatte eine andere Freundin schnell parat – „Hilde´s Knorzelstube“ war geboren. Klar war, alltäglich würde die Knorzelstube sicher nicht werden!
Am 5. Oktober 2005 fand die Eröffnung des kleinen, ungewöhnlichen Ladens statt und von da an hatten die Kunden die Möglichkeit, ganzjährig „Meißners Mischung“, (damals hieß ich noch so) zu verkosten und erwerben. Sie mussten nun nicht mehr auf den nächsten Weihnachtsmarkt warten. Anfangs hatte der kleinste Laden im ganzen Rheingau, der kaum größer als 12m² war und im großzügigen Eingangsbereich des eigenen Hauses untergebracht war, nur an den Wochenenden geöffnet. Nur ein knappes Jahr später wurden die Öffnungszeiten wegen des guten Zuspruchs auf täglich geändert. Die Kunden der Knorzelstube hatten bereits zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit unter ca. 40 Sorten Fruchtaufstrich, 10 Sorten Chutney und Relishs, auch als Würzmarmeladen zu bezeichnen, 12 Sorten Frucht- und Sahnelikören und anderen Köstlichkeiten zu wählen. All diese Produkte habe ich eigens, in reiner Handarbeit mit viel Liebe und Freude selbst hergestellt. Daran hat sich bis heute, 12 Jahre später, nichts geändert. Außerdem konnte man auch Feinkost-Spezialitäten der Firma Johannes Berner Trend Art, welche das umfangreiche Angebot an Hausgemachtem abrundete kaufen. Wem der Weg nach Rauenthal zu weit war, der konnte im neuen Online-Shop auf Shoppingtour gehen um Leckereien zu erstehen, die den Gaumen verwöhnen. Denn auch eine „Knorzelstube“ muss mit der Zeit gehen und treibt im World Wide Web ihr Unwesen. Marktzeiten wurden erweitert und die Kunden hatten von da an zusätzlich die Möglichkeit die leckeren Spezialitäten an Oster-, Herbst und Weihnachtsmärkten und regelmäßig auf dem Eltviller Wochenmarkt zu probieren und erwerben. Aus persönlichen Gründen musste die Knorzelstube im Sommer 2008 schließen, was mich aber nicht davon abhielt auch weiterhin meine leckeren Marmeladen und andere feine Produkte anzubieten. Neue Vertriebswege waren gefragt! Verschiedene Weingüter im Rheingau und ein Lebensmittelladen in Rauenthal boten und bieten die Produkte an. Auch auf ausgewählten Märkten bin ich weiterhin vertreten und im Online-Shop kann nach wie vor bestellt werden. Das Bestellte kann abgeholt, nach Vereinbarung geliefert oder verschickt werden.
Trotzdem war das alles noch nicht genug: denn ich hatte mir vorgenommen, die großen Anbieter von Fruchtaufstrichen vom deutschen Marmeladenmarkt zu vertreiben . Ich habe und hatte höchste Ansprüche an meine Produkte und erzeuge nur erstklassige, reine Qualität. Das verwendete Obst stammt zum großen Teilen aus eigenem Anbau der Eltern und es werden jeweils nur kleine Mengen gekocht, sodass alles stets frisch ist. Von zusätzlichen Konservierungs- und Farbstoffen oder künstlichen Geschmacksverstärkern und Aromen halte ich nichts. „Natur pur“ ist die Devise – alles wird so gekocht wie bei Muttern, so muss das sein!
Die Vielfalt der Angebotspalette entstand auf verschiedenen Wegen. Manches Produkt war ein Kundenwunsch, andere inspiriert durch TV-Werbung und wieder andere einfach durch Ausprobieren. Die Familie musste immer erst „grünes Licht“ geben, bevor eine neue Sorte in den Verkauf kam. Alles rund um die Knorzelstube wurde von mir selbst getätigt, das Kochen, das Entwerfen der hübschen Etiketten, das „Einkleiden“ des fertigen Produktes, das gestalten sämtlicher Werbemittel und Drucksachen. Selbst das Pflegen und Bedienen des Online-Shops. Ob ich beruflich damit etwas zu tun habe? Nein, ich bin Bankkauffrau, arbeitete mich aber in die Materie ein, habe natürlich auch großes Interesse daran und mein Lebensmotto hilft mir dabei. Denn „Geht nicht, gibt es nicht“. Wie man Familie, Beruf und Haushaushalt usw. unter einen Hut bringt, fragen Sie sich vielleicht? „Manchmal macht man eben die Nacht zum Tag, steht früh auf, hat ein gutes Konzept und die Unterstützung der Familie und von Freunden. Manchmal geht es nicht ohne Hilfe.“ Kurzum: Fleiß, Elan und jede Menge Energie sind da einfach gefragt. Das alles ist aber nur möglich, wenn man mit viel Freude, Engagement und Enthusiasmus seine Sache macht und sich durch nichts und niemand den Spaß und die Freude daran verderben lässt. Außerdem dürfen nie die Ideen und die Kreativität ausbleiben.
Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Palette der verschiedenen Fruchtaufstriche auf 60 Sorten angewachsen und alle Kreationen sind auch mit Fruchtzucker für Diabetiker erhältlich. Wieder hatte ich eine neue Idee, an der nun mit Hochdruck gearbeitet werden musste. Eine „Marmeladen-Party“ war geboren. Nach dem Prinzip eines bekannten Plastikdosen Herstellers wurde gehandelt. Gastgeberinnen luden ein und erhielten ein Präsent als Dankeschön dafür. Die Party Gäste konnten nach Herzenslust naschen, probieren und bestellen. Auserwählte Sorten zu ihren Lieblingsmarmeladen erklären, die sie sonst gar nicht gekauft hätten. „Fruchtpunkte“, die sich nach dem Umsatz richteten waren dann noch eine weitere Belohnung für die Gastgeberin oder den Gastgeber. Ab sofort konnte man zum fünfjährigen Bestehen von „Hildes Knorzelstube“ die Marmeladen-Party buchen.
Im Sommer 2013 kauften wir eine Piaggio APE und funktionierten sie zu einem witzigen Marktmobil um. Knorzelstube on the Road! Ein Jahr später eröffnete ich wieder ein Ladengeschäft in der Waas`schen Fabrik in Geisenheim. Von da an heißt mein gelebter Traum nicht mehr „Hildes Knorzelstube“ sondern „Knorzelstube-Manufaktur“. Im Oktober 2015 konnte ich mit vielen lieben Freunden und Kunden das zehnjährige Bestehen meines Geschäftes feiern, worauf ich zugegebener Maßen sehr stolz bin!
Was kam Neues hinzu? Am Girls-/Boysday beteilige ich mich, in Kooperation mit der Stadtjugendpflege findet regelmäßig ein Ferienprogramm statt. „KIDS KITCHEN – die kreative Fruchtwerkstatt“ war geboren und für Erwachsene biete ich Chutney Workshops an; tolle Sache für alle Kochwütigen und experimentierfreudigen Leckerschmecker. Das hübsche kleine Ladengeschäft, 38m², in der wunderschönen alten Fabrik wurde zu klein und so musste eine neue Lösung her. Mittlerweile ist das eigene Sortiment an Marmeladen auf ca. 120 Sorten, Chutneys und Relish auf insgesamt etwa 20 Sorten angewachsen, hinzu kommen diverse Soßen, auch die Rheingauer Landbier Soße, verschiedene Pesti, Eingelegtes und viele andere Leckereien. Ende Dezember 2016 erfuhren wir von freiwerdenden Gewerberäumen im Schatten des Geisenheimer Doms und entschieden uns, mit der Manufaktur umzuziehen. Künftig hätten wir 89m². Viel Arbeit und äußerst anstrengende drei Monate gingen ins Land, um am 16.Juli 2017 neu zu eröffnen und unseren schönen Laden der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie sie finden uns seither am Römerberg 7 in Geisenheim. P.S. Die „Marmeladen-Party“ gibt es nicht mehr. Alles Liebe und DANKE ....für‘s Lesen - Ihre/Eure Hilde Seitz-Meißner